Siebzehn Tage nach seinem Jochbeinbruch stand der Solnhofener Fabian Eberle wieder auf dem Platz und der Top-Scorer des VfB Eichstätt erzielte in der 36. Minute mit einem herrlichen Flugkopfball gleich wieder den entscheidenden Treffer zum 1:0 (1:0) Auswärtserfolg beim 1. FC Sand. Eine Woche vor dem Gipfeltreffen (Sonntag, 15.00 Uhr) gegen den neuen Spitzenreiter TSV Großbardorf ist die Elf von Markus Mattes wieder auf den zweiten Tabellenplatz der Bayernliga Nord vorgerückt. Könnte der VfB auch das Nachholspiel am Mittwoch bei der DJK Ammerthal gewinnen, winkt sogar wieder die Tabellenführung.

"Mit einem Fabian Eberle in der Sturmmitte bieten sich einem Trainer, aber vor allem der Mannschaft, ganz andere Möglichkeiten an. Er war wieder ein ständiger Unruheherd, ständig Anspielbereit und hat trotz seiner schweren Gesichtsverletzung einen enormen Einsatz gezeigt", freute sich Markus Mattes über die Rückkehr seines "20-Tore-Spielers". Eine Spezialmaske ermöglichte den Einsatz von Eberle, doch davon ließ sich dieser nicht beeindrucken. Mattes gönnte dem jungen Markus Waffler eine Pause und dafür rückte Simon Böhm in die Innenverteidigung, während Dominik Wolfsteiner und Sebastian Graßl neben Maxi Eberwein in der Viererkette agierten.

Von Beginn an war es ein meist faires jedoch von beiden Mannschaften sehr intensiv geführtes Spiel. Torraumszenen blieben zunächst aus und es dauerte bis zur 28. Minute, ehe Lucas Schraufstetter von Florian Grau freigespielt wurde, sein Schuss aus zentraler Position strich aber um Zentimeter über den Querbalken. Im direkten Gegenzug leistete sich Böhm eine Unsicherheit, Christopher Gonnert umspielte Torhüter Jonas Herter, doch der Schuss aus spitzem Winkel landete über dem Tor. Die VfB-Akteure wirkten trotz der zuletzt hohen Belastungen etwas spritziger als die Hausherren und in der 36. Minute schlug Eberle eiskalt zu. Vorausgegangen war ein herrlicher Angriff über drei Stationen. Ein Angriff der Gastgeber wurde unterbunden, Florian Grau schickte Fabian Schäll am rechten Flügel und dessen Maßflanke köpfte Eberle spektakulär mit einem Flugkopfball ins entfernte Toreck zum 0:1.

Drei Minuten später stand VfB-Keeper Jonas Herter im Mittelpunkt, als er eine Volleyabnahme von Dominic Leim parierte und somit den fast sicheren Ausgleich verhinderte. Danach rückte sich der Unparteiische aus Kulmbach in den Mittelpunkt. Zunächst verweigerte er dem VfB einen Elfmeter, nachdem Eberle in halblinker Position freistehend beim Torschuss umgestoßen wurde und der Sander Torhüter Matthias Bayer noch abwehren konnte (40.). Wenig später packte Manuel Müller gegen Eberle die Grätsche aus und dieser musste mit einer schmerzhaften Schienbeinprellung bis in die Halbzeit hinein an der Seitenlinie behandelt werden. Markus Mattes konnte sich mit dem Unparteiischen so ganz und gar nicht anfreunden: "In dieser Situation hätte der Schiedsrichter nicht Gelb sondern die Rote Karte zeigen müssen. Der Spieler hat eine schwere Verletzung von Eberle rücksichtslos auf das Spiel gesetzt. Die nächste Fehlentscheidung traf er in der 45. Minute, als es erneut Müller war, der im Strafraum Florian Grau zu Fall gebracht hatte und dafür nicht einmal verwarnt wurde. In dieser Situation hätte er zumindest mit Gelb-Rot runter müssen." Nach zuletzt drei verwandelten Strafstößen trat der Gefoulte selbst und scheiterte zu allem Überfluss an Torhüter Bayer. Der 44jährige Torwarttrainer Matthias Bayer musste kurzfristig einspringen, da sich Stammkeeper Simon Mai einen Finger gebrochen hat.

Mit einer klaffenden Risswunde am Schienbein kehrte auch Fabian Eberle nach dem Seitenwechsel wieder auf das Spielfeld zurück. Angespornt durch den abgewehrten Elfmeter, drückten nun die Gastgeber auf das Tempo. Dominik Rippstein setzte einen Flachschuss von der Strafraumgrenze knapp am Tor vorbei und ein Freistoß von Rippstein bereitete Herter keine Mühen. Markus Mattes haderte in dieser heiklen Phase mit seiner Mannschaft: "Uns ist es wieder einmal nicht gelungen die Freiräume für die Entscheidung zu nutzen." Dies hätten die Gastgeber auch fast mit dem Ausgleich bestraft, doch ein überragender Jonas Herter wusste dies zu verhindern. Nach einem zu kurz abgewehrten Freistoß zog Thorsten Schlereth aus 18 Metern volley ab, das Leder wurde noch von Maxi Eberwein abgefälscht, doch irgendwie brachte Herter noch die Fingerspitzen an den wuchtigen Ball und konnte zur Ecke abwehren. Selbst die äußerst angenehmen Sander Zuschauer zollten Herter für die Rettungstat größten Respekt.

Aber auch der "Torwart-Oldi" auf der Gegenseite hielt seine Mannschaft noch im Spiel. Einen Flachschuss von Schäll parierte er sicher und als Schäll von Yomi Scintu freigespielt wurde, vekürzte Bayer geschickt den Winkel und konnte klären. In der Schlussphase versuchten es die Gastgeber noch einmal mit der Brechstange, aber dieses Mal stand die Defensive des VfB sicher und brachte die knappe jedoch verdiente 1:0 Führung auch über die Nachspielzeit.

VfB Eichstätt: Herter, Böhm, Eberwein, Graßl, Wolfsteiner, Schraufstetter, Federl, Schäll (90+1 Kraft), Eberle, Grau (78. Witasek), Scintu (88. Panknin)

1. FC Sand: Bayer, Schmitt, D. Schlereth, Th. Schlereth, Nöthling, Gonnert (59. Fischer), Krüger, Müller, Leim, Rippstein (65. Schmitt), Steinmann (71. Gundelsheimer)

SR: Johannes Hamper (Kulmbach)

Zuschauer: 200

Tore: 0:1 (36.) Fabian Eberle

Gelbe Karten:

VfB: Graßl, Federl, Böhm   -   Sand: Müller, Krüger, D. Schmitt

Bes. Vork.: Florian Grau (VfB) scheitert mit Foulelfmeter am Torhüter (45.)

   

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