Durch die 1:2 (0:1) Niederlage beim FV Illertissen blieb der VfB Eichstätt zum fünften Mal in Folge sieglos und rutschte dadurch mit 13 Punkten auf den drittletzten Tabellenplatz in der Regionalliga Bayern ab.

Bereits in der dritten Spielminute musste Pascal Schärtel mit Rot vom Platz, als er den Schuss von Florian Grau mit der Hand auf der Torlinie abwehrte. Den fälligen Strafstoß brachte Lucas Schraufstetter nicht im Tor unter, da Torhüter Sebastian Kolbe abwehren konnte.

Drei Tage vor dem Topspiel gegen den TSV 1860 München holte sich der VfB Eichstätt beim SV Schalding-Heining wenigstens einen Punkt. 948 Zuschauer waren in den Westen von Passau an den Reuthinger Weg gekommen und sahen ein leistungsgerechtes 1:1 (1:1) Unentschieden.

Der VfB Eichstätt II gewann am Ende etwas glücklich gegen den FC Gerolfing mit 2:1 (1:0) Toren.

Am Sonntag hatte Schiedsrichter Henkenhaf seinen großen Auftritt. Eine eigentlich von beiden Mannschaften fair geführte Partie ließ der Schiedsrichter mit voller Absicht eskalieren.

Der VfB begann gut, kontrollierte Ball und Gegner und konnte sich einige Male schön durch die tief stehenden Abwehrreihen von Wackerstein spielen, ließ jedoch mehrere gute Einschusschancen ungenutzt. Folgerichtig ging der VfB dann in der 20. Minute in Führung. Julian Hollinger wurde von Paul Pfuhler schön auf der linken Seite freigespielt, zog in den Strafraum und schloss überlegt ins lange Eck ab. Nach dem Führungstreffer legte der bis dato unauffällige Schiedsrichter Henkenhaf anscheinend einen Schalter um, und stellte sich ab sofort bei jeder Aktion in den Mittelpunkt. Für keinen Zuschauer war es ersichtlich, warum der Schiri auf einmal Spieler grundlos anschrie und persönlich beleidigte. Bis zur Halbzeit sollte das allerdings noch keine Auswirkung haben. Der VfB ließ keine Chancen zu und setzte nach vorne immer wieder Nadelstiche.

Nach der Halbzeit, die im Übrigen 20 Minuten dauerte – Schiedsrichter Henkenhaf ließ beide Mannschaften sieben Minuten warten und stolzierte dann aufs Feld – wendete sich dann das Blatt. Wackerstein machte nach der Halbzeit Druck und die junge VfB-Truppe ließ sich zu sehr hinten rein drücken. Ab sofort hatte Henkenhaf allerdings Michael Albrecht auf dem Kieker. Albrecht sah bei seinem ersten „Foul“ (ein Pressschlag) in der ersten Halbzeit die gelbe Karte. Schiri Henkenhaf rief Albrecht zu: „Bei der nächsten Aktion fliegen Sie, Nummer 4“. Warum auch immer… In der zweiten Halbzeit wurde das Fußballspiel an sich zum Nebenschauplatz und der Schiri hatte seinen großen Auftritt. Nach einem Zweikampf im Strafraum, bei dem Albrecht klar den Ball spielte, gab der Schiri Elfmeter und Gelb-Rot für Albrecht. Der Wackersteiner Keeper verwandelte sicher rechts oben. Ab sofort ergriff der Schiri Partei für Wackerstein und pfiff jede Aktion gegen den VfB, sodass selbst die Wackersteiner Zuschauer immer wieder schmunzeln mussten. Besonders lächerlich wurde es kurze Zeit später. Langer Ball der Heimelf, im Laufduell schubste der Wackersteiner Stürmer Scholl klar und für jeden ersichtlich mit beiden Händen, so dass dieser ins Straucheln geriet und der Stürmer den Ball erwischte. Aus dieser Situation entstand dann auch der zweite Elfer: Dörfler musste raus, spielte jedoch im Eins gegen Eins klar den Ball, doch Henkenhaf wollte das Führungstor für Wackerstein und zeigte zur Verwunderung aller (die Wackersteiner eingeschlossen) auf den Punkt. Der Keeper trat zum zweiten Mal an, tat Henkenhaf jedoch den Gefallen nicht und schoss drüber. Kurze Zeit später ging Wackerstein dann aber nach einem schnellen Konter gegen die zu Unrecht dezimierte VfB-Elf in Führung. Dann wurde es schwierig: Rückstand, in Untzerzahl und ein Schiri, der klar Partei ergriff. Der VfB warf trotzdem alles nach vorne und erspielte sich auch zu Zehnt erstklassige Torchancen durch Steingräber, Diallo und Thomas, nutzte diese jedoch nicht. Dann wieder Henkenhaf: Laumeyer gewinnt an der Mittellinie einen Zweikampf gegen den Wackersteiner Stürmer, dieser tritt nach – rote Karte, eigentlich eine klare Angelegenheit – doch was macht Henkenhaf? Er lässt einen Ordner bestellen, da ihm die Fans beider Lager zu „aggressiv“ (normales Verhalten am Fußballplatz) waren. Mal abgesehen davon, dass er ein faires Spiel durch seine einseitige Spielleitung so eskalieren ließ. Die Anweisung des Linienrichters zur Tätlichkeit ignorierte Henkenhaf und ermahnte nur beide Spieler… warum auch immer. Dann drückte der VfB – selbst zu Zehnt – auf den Ausgleich und hatte in den Schlussminuten mehrere Möglichkeiten. Die Nachspielzeit (angezeigt in der 88. Minute!!!) betrug dann auch nur zwei Minuten: drei Tore, mehrminütige Verletzungsunterbrechung, gelb-rot, zwei unberechtigte Elfmeter, Security-Anforderung – selbst fünf Minuten wären zu wenig gewesen. Der VfB vergab dann auch die letzte Chance nach einer Steingräber-Ecke um wenige Zentimeter.

Alles in allem kann man der jungen Mannschaft bis auf die Chancenverwertung keinen Vorwurf machen. Nie aufgesteckt, gut gespielt, selbst nach dem Rückstand überlegen gewesen und gut gekämpft. Das Spiel gegen harmlose Wackersteiner zu verlieren ist ganz klar dem Schiedsrichter zuzuschreiben. So macht dann Fußballspielen auch keinen Spaß. Aussagen anderer Vereine zu Henkenhaf lauten ähnlich (Selbstdarsteller, einseitige Spielleitung, Arroganz), doch der BFV ist bei solchen Persönlichkeiten wie Henkenhaf (oder auch Inderwies) auf beiden Augen blind (Vitamin B!). Klar ist man nicht gerade gesegnet mit Schiedsrichtern, aber so etwas ist eine Farce und nimmt einem den Spaß am Amateurfußball. Jeder weiß, dass Schiedsrichter kein einfacher Job ist, aber dass solche Leute es ausnutzen, sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen und Mannschaften um ihre Punkte bringen, kann nicht richtig sein.

Für den VfB heißt es jetzt, abhaken, Mund abputzen und nach vorne blicken. Die Mannschaft hat sich nichts vorzuwerfen und ist um ihre gute Leistung betrogen worden.

 

VfB 2: Dörfler - Albrecht, Laumeyer, Scholl, Pfuhler, Breitenhuber J., Rexhepi, Hollinger J. (43. Vollnhals), Diallo (59. Thomas), Steingräber, Hollinger C.

 

   
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